Städtebauförderung unterstützt Städte und Gemeinden in Oberbayern mit Bund-Länder-Programmen

München, 27.03.2026

Bauminister Christian Bernreiter: Rund 47 Millionen Euro für 120 Städte und Gemeinden in Oberbayern

  • Rund 47 Millionen Euro von Bund und Land in drei Städtebauförderungsprogrammen für 120 oberbayerische Gemeinden
  • Ziel: Stärkung der Ortszentren, Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie Wiederbelebung von Brachflächen
  • Bernreiter: „Rekordmittel für Bayerns Städte und Gemeinden!“

 

Kleines Jubiläum – großes Geld: Selbst wer den Jahrestag 55 Jahre Städtebauförderung nicht feiert, freut sich über den Geldsegen von Bund und Freistaat für Bayerns Kommunen. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter macht die Dimensionen deutlich: „Mehr als 264 Millionen Euro für 478 Städte und Gemeinden - das ist ein neuer Rekord! Rund 47 Millionen Euro gehen davon an 120 Kommunen in Oberbayern. Die Bundesregierung hält ihr Versprechen und erhöht ihren Beitrag spürbar. Bayern zieht mit und legt den gleichen Betrag obendrauf! Das entlastet die kommunalen Haushalte und kommt direkt den Menschen vor Ort zugute. Die Städtebauförderung ist eine echte Erfolgsgeschichte und wird auch in Zukunft ein wesentliches Instrument für eine erfolgreiche Stadtentwicklung in allen Landesteilen sein.“

Mit Hilfe der Städtebauförderung schaffen Städte und Gemeinden mit dem Programm „Lebendige Zentren“ attraktive Ortskerne und lebenswerte Wohnumfelder. Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ hilft den Städten und Gemeinden dabei, ihre baulichen Strukturen und den öffentlichen Raum an neue und sich ändernde Bedarfe anzupassen. Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ hat das Ziel, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt in den Quartieren zu erhöhen, die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken.

„Mit unseren Zuschüssen unterstützen wir die bayerischen Kommunen bei der Entwicklung ihres baulichen Bestands. Das ist das Erfolgsrezept der Städtebauförderung!“, erläutert Bauminister Bernreiter. „Straßen, Plätze und Gebäude sind volkswirtschaftlich betrachtet eine solide Wertanlage. Dieses gesellschaftliche Vermögen zu pflegen, zu reparieren und an geänderte Lebensumstände anzupassen, heißt verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Unsere Kinder und Enkel werden es uns danken!“

Besonders erfreulich ist, dass kommunale Nachweispflichten gegenüber dem Bund reduziert wurden. „Wir möchten, dass sich die Gemeindeverwaltungen auf das Wesentliche konzentrieren können: Lebenswerte Stadt- und Ortskerne für die Menschen zu schaffen und zu erhalten“, so Bernreiter. „Deshalb bauen wir konsequent Bürokratie ab: Mit der Städtebauförderung unterstützen wir jetzt noch direkter und unkomplizierter.“

Die Stadt Eichstätt plant, den derzeit leerstehenden Bahnhof umfassend zu sanieren und vielfältig umzunutzen. Das Konzept sieht vor, im Erdgeschoss einen Veranstaltungssaal sowie einen Kiosk einzurichten. Die oberen Stockwerke werden künftig von der Volkshochschule und der Musikschule genutzt. Im Untergeschoss sollen Bandproberäume geschaffen werden. Durch diese Maßnahmen wird nicht nur das leerstehende Gebäude wiederbelebt, sondern auch die Spitalvorstadt gestärkt. Gleichzeitig trägt die Umnutzung dazu bei, den Flächenverbrauch zu reduzieren, indem bestehende Bausubstanz sinnvoll genutzt wird.

Die Stadt Erding entwickelt das Wohnumfeld im Gebiet Klettham-Nord weiter, erhöht so nachhaltig die Lebensqualität und fördert das Miteinander in der Nachbarschaft. Im Rahmen der klimaangepassten Neugestaltung der öffentlichen Flächen entsteht dort erstmals eine erlebbare Quartiersmitte für alle Bürgerinnen und Bürger. Mit Hilfe der Fördermittel können attraktive Aufenthaltsflächen, verkehrsberuhigte Straßenflächen und schattenspendendes Grün geschaffen werden.

Im Zuge der Ortskernsanierung reaktiviert die Gemeinde Hofstetten den ehemaligen Pfarrhof. Das seit 2018 leerstehende Gebäude wird nun saniert und erweitert, um dringend nachgefragte Nutzungen unterzubringen. Im Erdgeschoss findet in Zukunft eine Arztpraxis Platz, im Ober- und Dachgeschoss auch mit Mitteln aus der Förderinitiative "Leerstand nutzen - Lebensraum schaffen" Wohnnutzungen. Die Ortsmitte wird damit nachhaltig belebt und gestärkt.

In Bayern werden in den drei Bund-Länder-Städtebauförderungsprogrammen „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ 478 bayerischen Kommunen gefördert. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen stehen mehr als 344 Millionen Euro für die Projekte zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger und örtliche Akteure können sich einbringen und sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg.

Die Förderung erfolgt vorbehaltlich des Inkrafttretens der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung 2026/2027 nach Gegenzeichnung aller 16 Bundesländer.

Für Fragen zu Maßnahmen in Oberbayern wenden Sie sich bitte an die Regierung von Oberbayern, Sachgebiet Städtebau, Tel. 089-2176-2487 und 089-2176-2579.

Eine Übersicht über die Programmkommunen und weitere Informationen zur Städtebauförderung finden Sie im Anhang und im Internet unter http://www.stmb.bayern.de/buw/staedtebaufoerderung/foerderprogramme/index.php.

Anhang
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