Städtebauförderung unterstützt Städte und Gemeinden in Oberfranken mit Bund-Länder-Programmen

München, 27.03.2026

Bauminister Christian Bernreiter: Rund 40 Millionen Euro für 57 Städte und Gemeinden in Oberfranken

  • Rund 40 Millionen Euro von Bund und Land in drei Städtebauförderungsprogrammen für 57 oberfränkische Gemeinden
  • Ziel: Stärkung der Ortszentren, Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie Wiederbelebung von Brachflächen
  • Bernreiter: „Rekordmittel für Bayerns Städte und Gemeinden!“
     

Kleines Jubiläum – großes Geld: Selbst wer den Jahrestag 55 Jahre Städtebauförderung nicht feiert, freut sich über den Geldsegen von Bund und Freistaat für Bayerns Kommunen. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter macht die Dimensionen deutlich: „Mehr als 264 Millionen Euro für 478 Städte und Gemeinden - das ist ein neuer Rekord! Rund 40 Millionen Euro gehen davon an 57 Kommunen in Oberfranken. Die Bundesregierung hält ihr Versprechen und erhöht ihren Beitrag spürbar. Bayern zieht mit und legt den gleichen Betrag obendrauf! Das entlastet die kommunalen Haushalte und kommt direkt den Menschen vor Ort zugute. Die Städtebauförderung ist eine echte Erfolgsgeschichte und wird auch in Zukunft ein wesentliches Instrument für eine erfolgreiche Stadtentwicklung in allen Landesteilen sein.“

Mit Hilfe der Städtebauförderung schaffen Städte und Gemeinden mit dem Programm „Lebendige Zentren“ attraktive Ortskerne und lebenswerte Wohnumfelder. Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ hilft den Städten und Gemeinden dabei, ihre baulichen Strukturen und den öffentlichen Raum an neue und sich ändernde Bedarfe anzupassen. Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ hat das Ziel, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt in den Quartieren zu erhöhen, die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken.

„Mit unseren Zuschüssen unterstützen wir die bayerischen Kommunen bei der Entwicklung ihres baulichen Bestands. Das ist das Erfolgsrezept der Städtebauförderung!“, erläutert Bauminister Bernreiter. „Straßen, Plätze und Gebäude sind volkswirtschaftlich betrachtet eine solide Wertanlage. Dieses gesellschaftliche Vermögen zu pflegen, zu reparieren und an geänderte Lebensumstände anzupassen, heißt verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Unsere Kinder und Enkel werden es uns danken!“

Besonders erfreulich ist, dass kommunale Nachweispflichten gegenüber dem Bund reduziert wurden. „Wir möchten, dass sich die Gemeindeverwaltungen auf das Wesentliche konzentrieren können: Lebenswerte Stadt- und Ortskerne für die Menschen zu schaffen und zu erhalten“, so Bernreiter. „Deshalb bauen wir konsequent Bürokratie ab: Mit der Städtebauförderung unterstützen wir jetzt noch direkter und unkomplizierter.“

Mit der Erneuerung des Abschnitts "Bachgasse" setzt die Gemeinde Breitengüßbach ihren Prozess der Ortskernentwicklung konsequent fort. Die Neuordnung des öffentlichen Raums wird begleitet von Klimaanpassungsmaßnahmen und Umsetzung des "Schwammstadt-Prinzips". Straßenbegleitende Pflanzbeete und Baumsetzungen dienen beispielsweise durch eine spezielle Ausführung auch als Rückhalte-, Sicker- und Verdunstungsflächen.

Die Stadt Rödental plant die Grün- und Freiflächen im Soziale-Stadt-Quartier Schlesierstraße/Rathaus aufzuwerten und so die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Dabei werden auch Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung berücksichtigt. Durch die Integration von Aufenthalts- und Spielbereichen entsteht ein lebendiger Quartierstreffpunkt.

Auf dem ehemaligen Industrie-Areal der Firma Zapf in der Stadt Bayreuth wird neben dem neuen gemischt genutzten Quartier „Kreuzstein" ein öffentlicher Grünzug mit Anbindung an das städtische Radwegenetz entstehen. Der im Bereich des zukünftigen „Landschaftsparks Tappertaue“ bisher unterirdisch verrohrt verlaufende Bach Tappert wird renaturiert und in eine Grünfläche mit hoher Aufenthaltsqualität integriert.

In Bayern werden in den drei Bund-Länder-Städtebauförderungsprogrammen „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ 478 bayerischen Kommunen gefördert. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen stehen mehr als 344 Millionen Euro für die Projekte zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger und örtliche Akteure können sich einbringen und sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg.

Die Förderung erfolgt vorbehaltlich des Inkrafttretens der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung 2026/2027 nach Gegenzeichnung aller 16 Bundesländer.

Für Fragen zu Maßnahmen in Oberfranken wenden Sie sich bitte an die Regierung von Oberfranken, Sachgebiet Städtebau, Tel. 0921-604-1570.

Eine Übersicht über die Programmkommunen und weitere Informationen zur Städtebauförderung finden Sie im Anhang und im Internet unter http://www.stmb.bayern.de/buw/staedtebaufoerderung/foerderprogramme/index.php.

Anhang
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